Projekt „Chainlock“

Chainlock – Blockchain-basierte Smart Locks für eine sichere und autonome Zukunft

In Kooperation zwischen der Abus-Pfaffenhain GmbH und der Hochschule Mittweida wird ein zukunftsweisendes Konzept entwickelt, das marktübliche intelligente Schließsysteme (Smart Locks) und elektronische Offline-Schließsysteme in den Schatten stellt: Chainlock.

Marktbefindliche intelligente Schließsysteme bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber klassischen Schließzylindern. Durch ihre Konfigurierbarkeit können Schließberechtigungen jederzeit neu vergeben und geändert werden. Auch Der Albtraum des Schlüsselverlustes gehört mit ihnen der Vergangenheit an.

Gleichzeitig aber haben sie einige Nachteile, die leicht übersehen werden. Oft sind sie von herstellergebundenen Diensten abhängig. Das bedeutet, dass sie sowohl im hohen Maße abhängig von der Verfügbarkeit und Sicherheit der Dienste eines Herstellers sind, als auch Anforderungen an die Infrastruktur innerhalb Gebäude stellen. Ohne am Schloss verfügbaren Netzzugang sind sie nicht funktionsfähig oder müssen lokal vor Ort administriert werden. Damit steigen nicht nur die Anforderungen an den Standort, sondern durch die zusätzliche Technik erhöhen sich auch die Anschaffungskosten und der Energieverbrauch der Schlösser selbst.

Das Projekt Chainlock zielt darauf ab, diese Probleme zu überwinden und gleichzeitig die Sicherheit, Verfügbarkeit, Konfigurierbarkeit und Autonomie zu maximieren. Zu den wichtigsten Vorteilen von Chainlock gehören:

  1. dezentrales, konfigurierbares Schließsystem: Chainlock ist bietet ein dezentrales Schließsystem, das es den Benutzern ermöglicht, jederzeit eigene Schließregeln zu konfigurieren. Damit haben sie immer die Kontrolle darüber welche Personen zu welchen Zeitpunkten Zugang zu Ihren gesicherten Bereichen erhalten.
  2. Schließregeln mithilfe der Blockchain abgesichert: Der Einsatz der Blockchain-Technologie stellt sicher, dass alle Schließregeln sicher, unveränderbar und verteilt gespeichert werden. Dies bietet ein unübertroffenes Maß an Sicherheit und Transparenz und Verfügbarkeit. Selbst Manipulationen seitens des Herstellers oder Angriffe Dritter auf dessen Dienste oder Infrastruktur sind damit ausgeschlossen.
  3. keine Vendor-Dienste für die Grundfunktion Funktion erforderlich: Im Gegensatz zu herkömmlichen Smart Locks ist Chainlock nicht auf eine zentrale Infrastruktur eines Anbieters angewiesen. Stattdessen nutzt es eine öffentlich verfügbare Blockchain, um die Funktionalität zu gewährleisten. Damit sind sie nicht von der Verfügbarkeit, Sicherheit und Servicequalität eines einzelnen Herstellers abhängig, sondern setzen auf ein weltumspannendes Netzwerk voneinander unabhängiger Akteure.
  4. Schloss ohne aktiven Netzzugang (Offline-Fähigkeit): Chainlock kann auch ohne permanente Internet- und Stromversorgung betrieben werden, was nicht nur den Energieverbrauch senkt, sondern auch Anschaffungskosten spart den Einsatz in schwierigen Umgebungen ermöglicht.
  5. Garantierte Dienstverfügbarkeit und „Zero Trust“: Durch die Dezentralität und Nutzung einzigartiger Eigenschaften der Blockchain-Technologie kann der Betrieb und die Aktualisierbarkeit der Schließkomponenten auch dann gewährleistet werden, wenn vor Ort keinerlei Netzdienste verfügbar sind. Das gilt insbesondere auch dann, sollte ein böswilliger Akteur vor Ort versuchen, Aktualisierungen der Schließregeln vorzuenthalten oder zu manipulieren.

Chainlock repräsentiert einen bedeutenden Fortschritt in der Welt der intelligenten Schließsysteme. Es bietet nicht nur unübertroffene Sicherheit, sondern auch die Flexibilität, die von modernen Nutzern gefordert wird. Die Zusammenarbeit zwischen der Abus-Pfaffenhain GmbH und Hochschule Mittweida forscht an einem wegweisenden Produkt, das die Sicherheit und Autonomie bei der Zugangskontrolle auf ein neues Niveau heben wird. Mit Chainlock können wir uns auf eine sichere und autonome Zukunft freuen.

 

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Ansprechpartner

Prof. Dr. Matthias Vodel

Prof. Dr. Matthias Vodel

Hochschule Mittweida

  • seit 2018 Professur „Softwareentwicklung für Medien & Anwendungssystem“ an der HS Mittweida
  • seit 2013 Gründer & Geschäftsführer im Bereich Hardware- / Softwareentwicklung & IT-Consulting
  • wissenschaftliche Schwerpunkte: eingebettete verteilte Systeme, Immersive Experiences & Motion-Simulation, Datenanalyse, IT-Sicherheit
  • Ausgezeichnet mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis 2015 & 2016

Tel: +49 3727 58-1010
Mail: vodel@hs-mittweida.de

Beteiligte Firmen / Einrichtungen

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