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Mehr als 50 Milliarden Euro finanzielle Schäden verursachen Produktfälscher für deutsche Unternehmen jährlich und bringen damit tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Oliver Koppel, Experte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), führt aus, dass jedes zehnte Unternehmen in Deutschland in den zurückliegenden fünf Jahren mindestens einmal Opfer von Produkt- und Markenpiraterie geworden ist.

Die Produktpiraterie sorgt für einen unmittelbaren Umsatzverlust bei den betroffenen Unternehmen. Weiterhin können durch fehlendes Kapital mehr als 500.000 neue Arbeitsplätze, laut einem aktuellen Bericht des Instituts für Wirtschaft[1], nicht geschaffen werden. Bislang gibt es für den Endkunden keine Möglichkeit, die Echtheit eines Produktes sicher zu überprüfen. Eine Lösung könnte im Einsatz der Blockchain-Technologie liegen.

Die Blockchain ist eine zukunftsweisende Technologie, die Prozesse und Transaktionen beschleunigen, sicherer machen und vereinfachen kann. So hat das Blockchain-Unternehmen VeChain aus Singapur auf der China International Import Expo eine kontinentübergreifende Logistik- und Handelslösung vorgestellt, um Produkte vom Herstellungsort bis zum Endkunden lückenlos und transparent rückverfolgen zu können.

Dadurch kann sichergestellt werden, dass ein Produkt ein Original und keine Fälschung ist. Damit kann das Problem der Produktpiraterie effektiv gelöst werden. Der Endkunde kann durch einfaches Scannen eines OR-Codes die Transport- und Herstellungswege schnell und unkompliziert nachvollziehen.

Die Blockchain schützt Verbraucher nicht nur im fernen Asien vor Produktfälschungen. Auch in Mittweida wird diese neue zukunftsweisende Technologie bereits angewendet und pilotiert. Die Blockchain-Schaufensterregion Mittweida fördert Vorhaben, welche den Einsatz der Blockchain im eigenen Unternehmen erforschen.

 

[1] https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/54-milliarden-euro-schaden-durch-produktpiraterie-16009251.html

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